Banana Bread

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Dieses Banana Bread bietet eine klassische Win-Win-Situation. Man verwendet alte Bananen, die kein Mensch mehr essen will, selbst diejenigen nicht, die sagen, dass sie ihre Bananen gerne braun essen. Und man bekommt einen sauleckeren Kuchen, der am zweiten Tag am besten schmeckt, aber auch darüber hinaus noch köstlich saftig bleibt. Was man allerdings nicht bekommt ist eine vegane Health-Bombe, auch wenn Banana-Bread vielerorts in letzter Zeit für solche Auswüchse herhalten musste.

Ich war ungeduldig, denn eigentlich hätten die ruhig noch etwas bräuner sein dürfen…

Wir haben im Leib & Siegel immer echte Vanille benutzt, das gibt es zum Beispiel in Bioläden in kleinen Gläschen. Ansonten könnt Ihr aber auch einfach Vanillezucker nehmen und einen Teil des hellen Zuckers damit ersetzen.


Es ist sehr wichtig, dass man das Mehl nur kurz unterrührt. Rührt man zu lange, verklebt das Gluten und der Teig wird zäh, und das Endergbnis büßt erheblich an „Fluffigkeit“ ein. Das ist übrigens bei jedem Rührkuchen der Fall: Wenn Ihr ein feines, ganz samtiges Ergebnis wollt, dann rührt das Mehl nicht zu lange mit den anderen Zutaten. Bei Nudel- oder Hefeteig zum Beispiel ist es jedoch genau anders. Da wollen wir, dass der Teig elastisch wird und kneten ganz lange, damit das Gluten seine Dienste tut.

Man kann, wenn man noch mehr Bananen loswerden will und extra Punkte für Stil kassieren möchte, am Ende auch noch eine Banane der länge nach in zwei Hälften schneiden. Diese Hälften kann man dann auf den Teig legen, bevor man das Banana Bread in den Ofen gibt. Und wenn man immer noch nicht genug hat, streut man noch eine winzig kleine Prise Zucker direkt auf die Bananen, was im Ofen dann karamellisiert.

Zutaten:
3 große Bananen, braun gereift
1 Esslöffel Zitronensaft
280g Mehl
1 gehäufter Teelöffel Backpulver
1 gehäufter Teelöffel Natron
1 Prise Salz
1 gehäufter Teelöffel Zimt
120g Butter (Zimmertemperatur)
100g brauner Zucker (am besten brauner Rohrohrzucker)
100g weißer Zucker (am besten heller Rohrohrzucker)
3 Eier (Größe L, wenn Ihr nur kleinere habt, dann nehmt 4!)
125g Joghurt
1 Prise Vanille (siehe Anmerkung oben)
1 Schuss Rum (oder anderer hochprozentiger Alkohol)

Zubereitung:
Die Bananen schälen und mit einer Gabel fein zerdrücken und mit dem Zitronensaft mischen. Beiseite stellen.
Mehl mit dem Backpulver, Natron, Salz und Zimt mischen und ebenfalls beiseite stellen.
Die Butter mit den beiden Zuckern schaumig schlagen. Dann die drei Eier zufügen und 3-4 Minuten schlagen, bis eine cremige helle Schaummasse entstseht. Bananen untermengen. Dann Joghurt, Vanille und Rum untermischen. Dann das Mehlgemisch dazu rühren, nur so lange bis keine Mehlspuren mehr zu sehen sind. Den Teig in eine gebutterte Kastenform geben und bei 160° C (Umluft) ca. eine Stunde backen. Am besten macht man nach ca. 45 Minuten eine Stäbchenprobe, um dann abschätzen zu können, wie lange es noch dauert.
Den Kuchen in der Form etwas abkühlen lassen und dann stürzen. Hält sich gekühlt mehrere Tage.

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